Moderne Steppdecken sorgen für die richtige Verteilung des Innenmaterials

Früher konnte eine Bettdecke, gerade im Winter, nicht dick genug sein. Wer als Kind darin geschlafen hat oder diese Decken heute noch bei den Großeltern sieht, der weiß, wie diese Bettdecken aussehen. Damals wurden die Bettdecken nicht versteppt. Ganz gleich, um welche Deckenart bzw. -füllung es sich handelte – es konnte sich alles in der Decke frei bewegen. Dadurch entstand auch der Name „Ballonbett“.

Mit der Zeit merkte man jedoch, dass die Wärme sich nicht gleichmäßig verteilen konnte. Sie sammelte sich hauptsächlich an einem Ende.

Heute ist es so, dass alle Bettdecken versteppt werden. Die Steppungen erinnern meist an geometrische Formen, aber auch einfache Steppungen sind möglich. Es gibt Hersteller, die ihre Steppungen noch erweitern und diese auf bestimmte Körperzonen abstimmen. Das heißt, dass sich in den unterschiedlichen Zonen auch unterschiedliche Füllungen vom Gewicht her befinden. Das kommt in der Regel bei sehr hochwertigen Decken vor.

Ein Beispiel ist die Fußzone. Diese ist so gefüllt, dass es beim Schlafen keine kalten Füße mehr gibt.

Welche Steppungen gibt es?

Je nach Füllung können die Steppungen ganz unterschiedlich sein. Ganz preiswerte Decken, meistens mit einer synthetischen Füllung, haben eine Längssteppung. Diese ist für den Hersteller einfach und erklärt mit den niedrigen Preis. Bei einer Längssteppung ist die Decke der Länge nach gesteppt, es befinden sich sozusagen Bahnen in der Bettdecke. Meistens sind es vier bis sechs und sie haben den Nachteil, dass die Füllung darin sehr leicht verrutschen kann. So kann es passieren, dass die komplette Füllung sich am unteren Ende der Decke befindet und das wirkt sich oft auf die Schlafqualität aus. Deshalb sind eher folgende Steppungen zu empfehlen:

Karosteppung

Das ist die bekannteste Steppung, welche längs und quer über die Bettdecke verläuft. Der Vorteil bei der Karosteppung ist, dass Stegbänder eingenäht werden und dadurch ist die Füllung in der Lage, sich zu bewegen, wird dabei aber deutlich eingeschränkt. Nach dem Aufschütteln verteilt sich die Füllung wieder gleichmäßig, weshalb man das täglich nach dem Aufstehen tun sollte.

Kassettensteppung

Beim Kassettenbett findet man viele Karos. Die Decke wird gerne in 3×4 oder 4×6 Kammern eingeteilt. Diese bleiben dank eingenähter Stege geschlossen und die Füllung kann somit nicht verrutschen.

Bei leichten Sommerdecken liest man oft die Bezeichnung „Einziehdecke“. Bei dieser werden der obere und untere Stoff direkt miteinander in vielen kleinen Karos vernäht. Es gibt keine Stege und die leichte Füllung bleibt gleichmäßig verteilt, die überschüssige Wärme wird optimal abgeleitet.

Natürlich gibt es noch weitere Steppungsarten, zum Beispiel verwendet man bei kurzfaserigen Füllungen wie Seide eine Rautensteppung, da diese die Füllung besonders gut zusammenhält. Bei Tierhaaren, wie z. B. dem von einem Kamel, verwendet man gerne die Kreissteppung, da sie als sehr anschmiegsam gilt. Eher selten wird man auf eine Bettdecke stoßen, die eine Randrolle hat. Bei dieser ist eine umlaufende Randrolle gesteppt, die die schlafende Person von allen Seiten umhüllen soll. Gerade bei Winterdecken sorgt diese Form der Steppung für eine bessere Isolation.

Der Steg in der Steppdecke

Unter einem Steg versteht man ein Stück Stoff, welches die beiden Stoffbahnen miteinander verbindet, statt sie direkt aufeinander zu nähen. Ein Steg hat den Vorteil, dass die Bettdecke durchgängig dick und die Füllung aufgebauscht bleibt. Die Gefahr, dass es aufgrund verrutschter Füllung Kältelöcher gibt, gibt es hier nicht. Die Stege sind unterschiedlich hoch und verraten auch, für welche Jahreszeit die Decke geeignet ist. Eine Höhe von 2 cm sorgt für eine flache Kassettendecke. Sie ist nur leicht gefüllt und ideal für den Sommer. Eine warme bis sehr warme Winterdecke hat eine Steghöhe von 10 bis 15 cm.